|
|
| Informationsquellen / Archive
|
Tips beim Forschen in Archiven
Die Archive in der Region weisen in etwa den gleichen Bestandesaufbau auf. Repertorien
und Zentralkataloge dienen den Benützern, sich über den Umfang und die Archivalienvielfalt
einen Überblick zu verschaffen. Im Lesesaal sind nebst den Repertorien zahlreiche
nützliche Bücher und Register sowie Hilfssammlungen ohne Voranmeldung oder Reservierung
zugänglich. Es handelt sich hierbei um die am Häufigsten benützten Bücher. Die
meisten Lesesäle verfügen über Stromanschlüsse oder Kabinen zur Benützung von
mitgebrachten Computern (Laptops). Manche Archive haben für die Genealogie eigens
dafür eingerichtete Räume (Basel-Stadt / Bern).
Bevor der geneigte Archivbenützer zu Tat schreiten möchte, sollte er sich genaue
Vorstellungen machen, wonach er suchen will, denn im Archiv selbst wird einem
beim Anblick der unzähligen Möglichkeiten fast bange und der Wechsel von einem
guten Fund zum andern, lässt einen die Ziele schnell vergessen. Machen Sie sich
zuvor Notizen und bereiten sie Formulare oder Ihre Computerfiles vor. Falls Sie
noch keine Vorstellung über die Archivalienvielfalt besitzen, ist es angebracht,
eine Sitzung dafür zu verwenden, sich einen Überblick zu verschaffen. Denken
Sie daran, dass sich in einem Archiv bereits Forschungsarbeiten befinden, die
Sie in der Regel bestellen und benützen können. Zahlreiche Probleme können auftauchen:
Alte Schriften, unleserliche und unvollständige Angaben, fehlende Quellen, die
häufig gleichen Namen in einer Gemeinde, Wohnortswechsel, Auswanderung sowie
der Datenschutz für neuere Quellen.
In der Regel verlangen Sie zunächst die Kirchenbücher des betreffenden Heimatortes.
Einige Gemeinden waren zu Kirchgemeinden zusammengeschlossen, zu einer sogenannten
Kirchhöri (Kirchenspiel). Es kann durchaus vorkommen, dass sie ihre Vorfahren
zunächst im Kirchenbuch des Nachbardorfes suchen müssen. Die Tauf-, Ehe- und
Sterberodel wurden in der Regel in dieser Reihenfolge ab dem 16. Jahrhundert
geführt, wobei die reformierten gegenüber den katholischen Kirchgemeinden zumeist
etwas eher mit den Aufzeichnungen begonnen haben. Die Rodel der katholischen
Kirche werden Sie nicht zwingend im Staatsarchiv vorfinden. Oft sind diese Best&aum;lnde
in gesonderten Kirchen- oder Pfarreiarchiven untergebracht.
Bei der Bestellung der Archivalien müssen Sie Bestellscheine ausfüllen. Der Archivar
wird Ihnen bei den ersten Versuchen sicherlich helfen, bis Sie sich selbst zurecht
finden werden. Behalten Sie immer eine Kopie des Bestellscheines für sich auf,
damit sie den Überblick über bereits "durchkämmte" Archivalien bewahren können.
Es lohnt sich daher, die vorbereiteten Arbeitspapiere mit der Rubrik "Quelle" zu
ergänzen. Die Quellenangaben sind nicht nur zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten
von Nutzen, sie dienen Ihnen auch für Nachkontrollen und die Forschungsarbeiten,
die Sie niederschreiben werden. Ich empfehle Ihnen ein Quellenverzeichnis anzufügen
oder entsprechende Fussnotenangaben vorzunehmen. Sie können in den Archiven auch
nach Familienwappen nachfragen. In Bern und in Aarau beispielsweise können Sie
Kopien davon gegen Entrichtung eines Betrages erhalten. Nicht alle Wappen eines
Geschlechtsnamens lassen sich freilich auf den eigenen Zweig ableiten. Erkundigen
Sie sich beim Archivar oder bei der Archivarin, woher das Wappen stammt, wann
und durch wen es gestiftet wurde. Nicht alle Wappenhändler an Messen und Märkten
halten es seriös mit der Erforschung. Es reicht Ihnen oft, wenn die Kasse klingelt.
Ich darf auch erwähnen, dass es mitunter seriöse "Messe-Heraldiker" gibt. Die
Erforschung der Wappenherkunft ist oft langwierig und ebenso spannend wie die
Genealogie selbst. Wagen Sie sich auch in dieses Gebiet hinein. Es gibt zahlreiche
Hilfsliteratur zur Heraldik. Es lohnt sich, wenn Sie sich zuvor "schlau machen".
Die Bearbeitung der Kirchenbücher ist erst der Anfang, es sei denn, Sie wollen
bloss einen fast nackten Stammbauch mit Zahlen und Namen erstellen. Gelegentlich
werden Sie beim Durcharbeiten der Kirchenbücher auf zusätzliche Angaben zu Personen
stossen, notieren sie die Zunamen, die Berufsangaben und Bemerkungen des Prädikanten
und vergessen Sie keinesfalls die Taufzeugen (testes), Paten und Trauzeugen aufzuführen.
Spätestens wenn sie auf viele gleichlautende Vater-Vornamen stossen, helfen Ihnen
diese Angaben zur Zuordnung von Kindern innerhalb eines Geschlechtes entscheidend
weiter. Den meisten Genealogen "zieht es den ärmel tief hinein", das will heissen,
dass sie "angefressen" werden. Mit nackten Zahlen werden Sie sich nicht begnügen.
Sie werden sich deshalb an andere Quellen vergreifen wollen.
Quellen Ihrer Forschungsarbeiten / Wonach suchen Sie?
Die hier aufgezählten Quellen sind bloss die Wichtigsten, die Sie nicht auslassen
sollten. In den Repertorien und Hilfssammlungen werden Sie noch auf viele Möglichkeiten
stossen.
- Taufbuch (Rodel)
- Eherodel
- Totenrodel
- Familienbuch
- Zivilstandsregister
- Jahrzeitbuch
- Erbteilungen / Gültbriefe / Inventare
- Sittengerichtsakten / Chorgerichtsakten / Gerichtsarchive
- Urbare, Bereine, Zinsbücher, Pfrundbücher
- Seckelmeisterrechnungen (Finanzen)
- Gerichts- und Polizeiakten (Justiz)
- bestehende Forschungsarbeiten
- Namensregister (Hilfssammlungen)
- Rathsprotokolle und Missivenbücher
Die Fachausdrücke können von Archiv zu Archiv leicht variieren.
Die Rodel sind oft unterteilt und von der Rückseite her beginnen möglicherweise
die Eintragungen von auswärtig erfolgten Taufen, die der Heimatgemeinde gemeldet
werden mussten. In den ganz alten Büchern werden Sie zumeist keine Register vorfinden.
Sie sollten das gesamte Buch, Blatt für Blatt "lesen" und ihre Abschriften vornehmen.
Sie werden sich mit der Zeit eine neuartige Lesetechnik zulegen, die es erlaubt,
nur nach gewissen Schreibwendungen, Endungen oder Anfangsbuchstaben zu suchen.
Die Suchtechnik ist natürlich abhängig von der Darstellungsform der Niederschrift
des längst verstorbenen Schreibers, der sich mehr oder weniger mühevoll zur Schönschrift
und einer sauberen Darstellung selbst ermahnt haben mag.
Neuzeitlichere Bücher verfügen meistens über Namensregister. Denken Sie daran,
dass sich der Prädikant auch schon mal "trompiert" haben mag oder er sich hat
ablenken lassen. Sie werden diese Einträge bloss finden, wenn Sie das gesamte
Werk bearbeiten. Viele Kirchenbücher sind inzwischen mikroverfilmt und ihre,
wie Goldstücke entdeckten Eintragungen, können Sie im Archiv selbst kopieren
oder kopieren lassen. Unterlassen Sie jegliche Korrekturen oder Ergänzungen in
den Archivalien, auch wenn Sie als hilfreich oder Ihnen als berechtigt erscheinen.
In Archiven werden Sie auf verschiedene Sammlungen stossen. Es gibt Siegel- und
Stempel-, Karten-, Plan und Fotosammlungen. Falls Sie in den Urbaren, Bereinen
und Zinsbüchern die Hof- und Güternamen gefunden haben, die mit Ihren Vorfahren
in Verbindung stehen, so können Sie versuchen, in Plänen nach den Standorten
der Hofgüter zu suchen. Dorfbriefe und Markbeschreibungen können Ihnen dabei
gute Dienste erweisen, denn vielfach finden Sie Hinweise zu noch bestehenden
Fixpunkten wie zum Beispiel Wege, Flüsse, Fluren und Marksteine, die nach wie
vor Bestand haben können. Flur- und Hofnamen müssen nicht gänzlich in Vergessenheit
geraten sein. Manche Höfe tragen über Jahrhunderte und bis heute hinweg die gleichen
Namen, wenngleich sich der Hof über die Zeit hinweg äusserlich stark verändert
hat und die Besitzer oft gewechselt haben.
Doch woher weiss ich, in welchem Urbar ich auf meine Vorfahren stossen könnte?
Die Zinsen und Zehnten mussten mancherorts an verschiedene weltliche und kirchliche
Herren entrichtet werden. Erkundigen Sie sich beim Archivpersonal und fragen
sie erfahrene Genealogen des gleichen Forschungsgebietes.
Als Beispiel sei hier der Ort Schneisingen in der alt Grafschaft Baden erwähnt. "Sneisang,
Schneisang oder Schneising entrichtete Zinsen an die Probstei Klingnau. Diese
wiederum gehörte dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald an. Dort befanden sich
ursprüngliche die Originalurbare. Nach der Sekularisierung des Klosters gingen
grosse Teile des Archivs ins Generallandesarchiv nach Karlsruhe, einige Kostbarkeiten
wurden nach St. Paul ins befreundete Benediktinerkloster im Burgenland (Österreich)
durch die Glaubensbrüder gerettet. Der Klosterbesitz war oft sehr "verzettelt",
denn manche Gönner, Kosterinsassen und Landesfürsten bedachten die Klöster mit "Gerechtigkeiten",
Gütern und Landstrichen aus ihrem Besitz. So kam ein Stück zum andern. Durch
Kauf, Verkauf und Tausch wurde später versucht, den Besitz in übersichtlichere
Gebiete zu vereinen.
Im Pfarreiarchiv in Schneisingen, In den Städtischen Archiven der Umgebung und
im Staatsarchiv in Aarau sind ebenso Bestände vorhanden.
Welche Archivarten und Institutionen stehen Ihnen offen?
- Gemeindearchiv / Zivilstandesamt / Einwohnerkontrolle
- Städtisches Archiv
- Kirchgemeindearchiv
- Klosterarchiv
- Pfarreiarchiv
- kantonales Staatsarchiv
- Schlossarchiv
- Bundesarchiv
- Mormonenarchiv Pratteln
- Archive im Ausland
- Universitätsbibliothek
- Volksbibliothek
- Twixtel / Internet
Die persönlichen Kontakte zu Familienforschern und Heraldikern sind
sehr hilfreich. Ich empfehle Ihnen den Beitritt in eine Genealogische
Gesellschaft.
Archive in unserer Region und deren Besonderheiten
Staatsarchiv des Kantons Aargau
Entfelderstrasse 22
Buchenhof
Postfach
5001 Aarau
T 062 835 12 90
F 062 835 12 99
e-mail: staatsarchiv@ag.ch
http://www.ag.ch/staatsarchiv/
Di - Fr 08.30-17
Sa 08-11.45
Der Bestandesaufbau ist nach dem Provenienzprinzip gegliedert. Es ist in ein
altes (1027–1798), ein helvetisches (1798-1803) und ein neues Archiv (1803-)
geteilt. Zivilstandsregister sind ab 1876 bis 1942 vorhanden. In den Sammlungen
befinden sich Mikrofilme zu den Kirchenbüchern ab dem 16. Jahrhundert, sowie
Zivilstandsregister und Kopien von auswärtigen Archiven.
Der noch junge Kanton Aargau hatte vor seiner Gründung verschiedene Landesherrn.
Nicht zuletzt aus diesem Grund sind viele Archivalien nicht zentral verwaltet.
Was werden Sie in Aarau nicht vorfinden:
- Archive der zwölf aargauischen Städte Aarau, Aarburg, Baden, Bremgarten,
Brugg, Kaiserstuhl, Klingnau, Laufenburg, Lenzburg, Mellingen, Rheinfelden
und Zofingen mit manchen Akten der umliegenden Landgemeinden.
- Vieles in den Gemeinden des Oberaargau oder des ehemals bernischen Aargaus
befindet sich im Staatsarchiv Bern und/oder in den Orts- sowie Pfarreiarchiven
selbst.
- Für die ehemalige Grafschaft Baden und für die Freien Ämter sollten Sie
den Rat der Archivpersonals einholen. Manches befindet sich im Generallandesarchiv
in Karlsruhe, einiges sogar in Innsbruck und in Wien (Habsburger Herrschaft).
Ein Repertorium des Karlsruher Archivs kann in Aarau und in Basel eingesehen
werden.
Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt
Martinsgasse 2
Postfach
4001 Basel
T 061 267 86 01
F 061 267 65 71 e-mail: stabs@bs.ch http://www.bs.ch/stabs/
Mo, Di, Mi, Fr: 09-18
Do: 09-20
Mo-Mi, Fr: 09-18
Do: 09-20
In Basel werden Sie einen eigens für Genealogen angelegten Forschungssaal antreffen.
Sie werden dort Registerbänder zu Kirchenbüchern (1529-1869) vorfinden und in
Karteikarten zu stöbern beginnen. Acht Registerbände zu Bürgerrechtsaufnahmen
werden Ihnen die Suche erleichtern. Auch Leichenreden, die in 120 Schachteln
und ca. 50 Bänden zusammengefasst sind, können ihnen wertvolle biografische Daten
zu Ihren Vorfahren liefern. Regimentsbüchlein ab 1699 bis 1817 zeigen Ihnen auf,
ob allenfalls Ihre männlichen Vorfahren waffenfähig waren. Zunftbücher geben
Auskunft zu Zunftgenossen und das Zunftwesen in der Rheinstadt. Sie werden im
Lese- und Repertoriumssaal zahlreiche Forschungsquellen vorfinden und die Arbeit
wird Ihnen nicht ausgehen.
Solothurn
Archiv des Bistums Basel (seit 1828)
Baselstrasse 58
4500 Solothurn
T 032 625 58 19
F 032 623 56 47
Mo, Mi, Fr: 08-12
Di, Do: 08-12, 13.30-17.30
Voranmeldung erwünscht
Die Archivbestände des Bistums Basel ab 1815 befinden sich in der Stadt Solothurn.
Staatsarchiv des Kantons Basel-Landschaft
Wiedenhubstrasse 35
Postfach 114
4410 Liestal
T 061 926 76 76
F 061 926 76 77
e-mail: staatsarchiv@lka.bl.ch
http://www.baselland.ch/docs/archive/main.htm
Mo-Di, Do-Fr: 08.30-11.30,14-17
Mi: 10-11.30, 14-19
Das renovierte Archiv ist nach der Kantonstrennung und einer Aufteilung der Archivalien
in Liestal entstanden. Es ist unterteilt in ein Altes und ein Neueres Archiv.
Das Alte Archiv beinhaltet:
- Urkunden (1239 -1789)
- Jahrzeitbücher (vor 1525)
- Bereine (Güterverzeichnisse)
- Akten (bis 1832)
Im Neueren Archiv sind es:
- Urkunden nach 1789
- Protokolle (nach 1832)
- Akten (1832 -1950)
- Kirchenbücher (vom 16. Jahrhundert an)
In Nebenarchiven und in Sammlungen werden Sie weitere interessante Quellen vorfinden,
wie zum Beispiel die Ahnen- und Stammtafeln, Familienwappen sowie Karten und
Pläne.
Das katholische Birseck und das Laufental muss hier gesondert erwähnt
werden. Weil diese Gebiete jahrhundertelang den Bischof von Basel als Territorialfürsten
hatten, sind Teile des Archivgutes nicht im Staatsarchiv Baselland aufbewahrt.
Die katholischen Kirchenbücher (mit Ausnahmen) werden noch in den Pfarrämtern
gelagert. Wenn Sie in Liestal und in den Pfarrämtern etwas nicht finden, dann
müssen Sie zuerst im Archiv des ehemaligen Fürstbistums in Pruntrut suchen:
Archiv de l'Ancien Evéche de Bâle,
Fondation des Archives de l'ancien Evéchê de Bâle
(=Archives du diocèse et de la principauté de Bâle (puis départements
du Mont-Terrible et du Haut-Rhin), jusqu'en 1815)
Hôtel de Gléresse
10, rue des Annonciades
2900 Porrentruy
T 032 466 32 43
F 032 466 32 83
e-mail: archives.aaeb@bluewin.ch
Lu-Je: 08-12, 13.30-17.30 Ve: 08-12
Anschliessend an die bischöfliche Herrschaft kam die französische Besetzung.
Deswegen befinden sich Akten des Birseck aus dieser Zeit auch in folgenden zwei
Archiven des Elsass:
Centre Départemental d'Histoire des Familles
5, place Saint Léger
F-68500 GUEBWILLER
T. (059) 389 62 12 40
http://cdhf.telmat-net.fr/
Archives Départementales du Haut-Rhin
Cité Administrative, rue Fleischhauer
F- 68000 COLMAR
Die meisten genealogischen Quellen und zahlreiche genealogische Arbeiten aus
dem Elsass befinden sich im obgenannten Centre Départementale.
Für das Laufental war bis vor der Eingemeindung in den Kanton Basel-Landschaft
der Kanton Bern zuständig. Im Stadtarchiv Laufen werden Sie vieles und einiges
im Staatsarchiv des Kantons Basel-Landschaft vorfinden. Frühe Aktenbestände werden
Sie in Bern vorfinden:
Staatsarchiv des Kantons Bern
Berne, Archives de l'Etat
Falkenplatz 4
3012 Bern
T 031 633 51 01
F 031 633 51 02
http://www.be.ch/staatsarchiv ca.
ab Ende Juni 2000
Di-Do: 08-12, 13-17
Fr: 08-12, 13-16.30
Ma-Je: 08-12, 13-17
Ve: 08-12, 13-16.30
Wie bereits erwähnt können Sie in Bern einen eigens angelegten Genealogie-Saal
benützen. Zwei Kabinen dienen Ihnen für Ihr Geklimper auf dem portablen Computer.
Sie können Mikrofilme der Kirchenbücher bestellen und ab Film sogleich Kopien
in A4-Format selbst erstellen. Nur wenige Gemeinden haben ihre alten Kirchenbücher
in den Gemeinden zurückbehalten, so dass bei Unklarheiten auch die Originale
betrachtet werden können. Zwei sehr übersichtliche Ordner dienen Ihnen für die
einfache Bestellung der Kirchenbücher bzw. der Mikrofilme. Die Aufzeichnungen
sind nach Gemeinden in alphabetischer Reihenfolge gegliedert.
Im gegenüber liegenden Saal werden Sie die Repertorien und Hilfssammlungen vorfinden.
Beim Archivpersonal fragen Sie nach Familienwappen, die Sie einsehen und Kopien
davon bestellen können.
Unterlassen Sie es nie, in den (Kirch-) Gemeinden die Archivinventare einzusehen.
Sie werden dort etwelche Überraschungen erleben. Manche Gemeinden verfügen aber
nicht über vollständige Inventare. Ein Augenschein wird sich als sehr nützlich
erweisen.
Staatsarchiv des Kantons Solothurn
Bielstrasse 41
4509 Solothurn
T 032 627 08 21
F 032 622 34 87
http://www.ktso.ch/staatskanzlei/staatsarch/
Di-Fr: 08-11.45, 13.45-17
Mo geschlossen
Dieses Archiv weist einige Besonderheiten auf. Sie haben im Lesesaal freien Zugang
zu Kopien der Kirchenbücher des Kantons, ohne dass Sie dazu eine Bestellung aufgeben
müssten. Nach Todesfällen mussten Inventare von Amtes wegen eingeholt werden.
Nicht selten wurden die Amtsleute ermahnt, wenn dies nicht rechtzeitig geschah.
Auf diese Weise ist dem Forscher eine sehr gute Quelle mit Inventaren und Teilungen
erhalten geblieben. Sie bekommen somit einen guten Überblick über die wirtschaftlichen
Verhältnisse innerhalb der Familien sowie eine Aufstellung der Hinterbliebenen
und Erbberechtigten. Als weitere Besonderheit besteht eine Sammlung von Pass-Ausstellungen
für Reisende und Auswanderer.
Der Bestand ist folgendermassen gegliedert:
- Kanton
- Allgemein (Ämterbesatzung 1501-1790, allerhand Copeyen, Copiae der
Missiven, denkwürdige Sachen ab 1252-1519 und Ratsmanuale
- Armenwesen (1651-1825)
- Familienarchive
- Finanzen (Seckelmeister-Rechnungen 14. – 18. Jh.)
- Inneres (Mannrecht-Register 1681-1818)
- Justiz (Gerichtsprotokolle 1500-1884)
- Kirche (Kirchenbücher 16. - 19. Jh.)
- Militär (Soldaten-Register 1689-1812)
- Stadt Solothurn
- Inventare und Teilungen (1615-1850)
- Gerichtsprotokolle 16. – 18. Jh.
- Notariatsprotokolle 17. Jh.
- Thurn- u. Vergicht-Rodel 1553-1782
- Vogteien
| Innere: |
Bucheggberg, Kriegstetten, Lebern, Flumenthal |
| Äussere: |
Falkenstein, Bechburg, Gösgen, Olten, Dorneck, Thierstein,
Gilgenberg |
Darin enthalten sind:
|
| |
Acta ab 1300,
Fertigungen, Ganten und Steigerungen, Inventare und Teilungen,
Kirchenbücher, Vogtschreiben, Vogteirechungen |
Klosterarchiv Mariastein
Mariastein
Archiv des Benediktinerklosters
Kloster
Archiv
4115 Mariastein
T 061 735 11 11
Benützung: nach Vereinbarung
In diesem Archiv befinden sich die noch verbliebenen Bestände des Klosters Beinwil.
Es enthält Urbare und Bereine, Gülten- und Abgaberodel, Kirchenrechnungen und
anderes mehr folgende Gemeinden betreffend:
- Bättwil, Beinwil, Breitenbach (Rohr), Büren, Büsserach, Hofstetten,
Mariastein, Metzerlen, Nuglar, Nunningen, St. Pantaleon, Seewen
und Witterswil
sowie folgende Gemeinden des heutigen Kantons Basel-Landschaft:
- Benken, Lupsingen, die Orismühle, Seltisberg und Therwil, Brislach,
Duggingen, Grellingen
des weiteren:
- Wittnau im Kanton Aargau und Leimen in Frankreich.
Genealogische Forschungen in Frankreich und
insbesondere im Elsass.
Zwei Departemente und ihre Archive
Archives Dé>partementales du Bas-Rhin
5, rue Fischart
F-67000 STRASBOURG
Archives Dé>partementales du Haut-Rhin
Cité Administrative, rue Fleischhauer
F-68000 COLMAR
Sehr viele genealogische Quellen und zahlreiche genealogische Arbeiten befinden
sich im
Centre Dé>partemental d'Histoire des Familles
5, place Saint Lé>ger
F-68500 GUEBWILLER
Tel. (059) 389 62 12 40
http://cdhf.telmat-net.fr/
Zivile Register (Registres d'Etat Civil)
| Periode: |
Von der französischen
Revolution (1792) bis heute |
| Aufbewahrung: |
Die Daten werden in
zwei Exemplaren niedergeschrieben; eines davon bleibt grundsätzlich
in der "Mairie" oder in den "Archives Municipales" der Städte, und
das Doppel geht nach 100 Jahre in die ARCHIVES DEPARTEMENTALES des
betroffenen Departements. |
| Konsultation: |
Man kann beide Exemplare
(oder die Mikrofilme davon) frei nachschlagen nach einer Diskretionsperiode
von 100 Jahren nach Geburtsdatum (Datenschutz). |
Kirchen-Bücher (Registres Paroissiaux)
Catholiques / protestants / israélites; de baptêmes, de mariages et de décès.
(Taufe, Heirat, Tod).
| Periode: |
Je nach
Gemeinde ab 16. Jh. bis 1792. |
| Aufbewahrung: |
in den "Archives
Municipales" der Städte; in den ARCHIVES DEPARTEMENTALES
des zuständigen Departements, meist für kleinere Gemeinden. |
| Konsultation: |
Originale
oder Mikrofilme frei benützbar |
Genealogische Vereine:
Im Elsass bestehen sehr viele genealogische Vereinigungen. Die meisten davon
sind mit der 'FEDERATION FRANCAISE DE GENEALOGIE' verbunden. Via Internet können
Sie unter http://www.karolus.org/ näheres
dazu erfahren. Diese HomePage bietet Ihnen auch Links zu französischer Genealogie-Software
unter dem Begriff "Logiciels".
Cercle Généalogique d'Alsace (CGA)
Dieser Verein besteht aus ca. 1200 Mitgliedern. Ihm angeschlossen sind mehrere
Sektionen. Es sind dies: Brumath, Ile de France, Lorraine, Mont Saint-Odile,
Saverne, Saint-Louis, Strasbourg.
| Zeitschrift: |
"Bulletin
du Cercle Généalogique d'Alsace" (CGA). Es gibt auch ein
Buch mit erforschten Familiennamen "Index des 64 Quartiers
des Membres du CGA". Die Bulletins erhält auch unsere Gesellschaft.
In der GHGRB-Bibliothek können Sie bestellt werden. |
| Links: |
http://www.chez.com/cgalsace (französisch,
englisch) |
Für das Oberelsass (Haut-Rhin) mehrere Vereine:
Cercle Généalogique de Colmar, de Guebwiller, de Mulhouse, de
Munster, de Ribeauvillé, de Saint-Louis = "Nos Racines", Thann.
Diese sind in einem Verband namens "FEDERATION DES CERCLES GENEALOGIQUES DU HAUT-RHIN" vereint.
| Zeitschrift: |
"Le Généalogiste
de Haute Alsace& |
| Links: |
http://www.citeweb.net/fgha;
diese HomePage enthält eine Liste der erforschten Familiennamen,
die von einigen Mitgliedern erstellt wurden. |
Weitere Archive in der Regio Basel und mehr
Informationen dazu
Via Internet-Adresse http://www.staluzern.ch/ und
dem Link auf die Archivübersicht folgt eine Auflistung der Archive in der Schweiz
(siehe unten). Sie können nach ihren Bedürfnissen die monatlich betreute Übersicht
studieren.
Archive in der Schweiz
Schweizerische Archive
Die Archive der Kantone
Stadt-, Gemeinde- und Talarchive
Geistliche Archive
Spezialarchive und Privatarchive
Archive internationaler Organisationen
Fürstentum Liechtenstein
Les Archives en Suisse
Archives suisses
Les Archives cantonales
Archives de villes, de communes et de bourgeoisies
Archives ecclésiastiques
Archives thématiques et Archives privées
Archives d'organisations internationales
Fürstentum Liechtenstein
Dr. Hans B. Kälin danke ich für die ergänzenden Angaben zu den Archiven.
Rolf Hallauer, Büsserach
Vorstandsmitglied / Statthalter GHGRB
|
|